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Wenn es jetzt heiß ist: Diese Bauernregel entscheidet, ob es in zwei Wochen…

Wenn es jetzt heiß ist: Diese Bauernregel entscheidet, ob es in zwei Wochen schneit

Tauschen wir bald schon die Sonnenbrille gegen den

Tauschen wir bald schon die Sonnenbrille gegen den Schneeschieber? Klingt übertrieben, könnte aber sein, wenn es nach einer alten Bauernregel geht. Ausgerechnet der Dienstag dürfte der wärmste Tag der Woche werden. Doch während Deutschland im Herbst Spätsommer spielt, raunt eine jahrhundertealte Wetterweisheit für den 29. September bereits vom Winter.

Die Bauernregel lautet: „Gibt Michaelis Sonnenschein, wird in

Die Bauernregel lautet: „Gibt Michaelis Sonnenschein, wird in zwei Wochen Winter sein.“ Der Michaelistag am 29. September (benannt nach dem Erzengel Michael) galt früher nicht nur als Orakel, sondern als Stichtag in der Landwirtschaft: Die Ernte war eingefahren, die neue Pacht fällig, der Übergang in die kalte Jahreszeit stand an. Bauern beobachteten genau, was das Wetter an diesem Datum machte. Daraus entstand die Bauernregel. Andere Wetterlage kündigt sich an

Solche Bauernregeln beruhen allerdings nicht auf moderner Meteorologie

Solche Bauernregeln beruhen allerdings nicht auf moderner Meteorologie. Aufhorchen lässt die Michaelis-Regel diesmal trotzdem. Denn während Deutschland im Südwesten noch bei rund 30 Grad schwitzt, braut sich Tausende Kilometer entfernt über der Arktis bereits der nächste Wetterwechsel zusammen.

Meteorologe Karsten Brandt zum anstehenden Wetter zu BILD

Meteorologe Karsten Brandt zum anstehenden Wetter zu BILD: „Am Dienstag und auch am Mittwoch erwarten uns noch Temperaturen von bis zu 30 Grad. Aber bereits um den 8. Oktober herum kündigt sich eine veränderte Wetterlage an, es könnte eine Kaltfront kommen.“ Heißt: Das Hoch, das Deutschland derzeit die spätsommerliche Wärme beschert, könnte sich dann nach Osten zurückziehen. Was der DWD zu der Bauernregel sagt

Spielt bei diesen Entwicklungen die alte Michaelis-Bauernregel eine

Spielt bei diesen Entwicklungen die alte Michaelis-Bauernregel eine Rolle? Jacqueline Kernn vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zu BILD: „Die vor 500 bis 600 Jahren richtigen Bauernregeln auf die heutige Zeit zu übertragen, ist im Klimawandel schwierig. Zur Michael-Regel selbst haben wir keine Statistik.“

Gleichzeitig bildet sich über dem Nordatlantik durch kalte

Gleichzeitig bildet sich über dem Nordatlantik durch kalte Luft ein neues Tief. Es könnte das wetterbestimmende Hoch von Deutschland wegdrängen und den Weg für kühlere Luftmassen freimachen. Die Folge: sinkende Temperaturen. Ob es wirklich so dick kommt, darüber sind sich die Modelle noch uneinig. Nach aktuellem Stand sind zur Monatsmitte zwischen 14 und 18 Grad immer noch möglich. Brandt: „Tendenziell sieht es auch für den späten Herbst eher mild aus.“ Passen Bauernregeln noch zum Wetter?

Einigkeit besteht in der Wissenschaft, dass nicht der

Einigkeit besteht in der Wissenschaft, dass nicht der Sonnenschein am Michaelistag schuld ist, wenn es Mitte Oktober plötzlich kühler werden sollte oder sogar Schnee gibt. Brandt zu BILD: „Viele Bauernregeln stammen aus einer Zeit mit anderen klimatischen Bedingungen. Steigende Temperaturen und veränderte Wetterabläufe machen es schwieriger, jahrhundertealte Beobachtungen eins zu eins mit dem heutigen Wetter zu vergleichen.“

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