Versuchter Mord im Regio-Zug: Messer-Mann (21) verurteilt
Versuchter Mord an 18-Jähriger: Messer-Mann (21) aus dem Regio-Zug muss zehn Jahre in Knast
Spots Versuchter Mord an 18-Jähriger: Messer-Mann (21) aus dem Regio-Zug muss zehn Jahre in Knast

Saarbrücken – Marlon R. (21) lauerte im Regio-Zug mit einem Jagdmesser in der Tasche seinem arglosen Opfer (18) auf. Dann stach er plötzlich auf die junge Frau ein. Jetzt wurde der Messer-Mann wegen versuchten Mordes verurteilt.
Kein Mitleid, keine Entschuldigung, keine Reue – stattdessen pöbelte Marlon R. (21) immer wieder beim Prozess vor dem Landgericht Saarbrücken. Manchmal lächelte er sogar dreist – auch, als die 18-Jährige als Zeugin aussagte, die noch immer unter den Folgen des Verbrechens leidet. Ann-Kathrin B. schilderte, wie sie am 25. März 2026 um 15.42 Uhr in Saarbrücken-Dudweiler in den Regio-Zug RB73 stieg. Wie ihr der Angeklagte offenbar aufgelauert hatte, sie verfolgte und mindestens fünfmal mit einem Jagdmesser zustach. Sie erklärte: „Er wollte mich töten. Der erste Stich ging in den Hals, und jeder weiß, dass dort die Halsschlagader verläuft.“ Gericht ist überzeugt: Er wollte sie töten
Das Gericht verurteilte R. am Montag wegen versuchten Mordes zu zehn Jahren Haft. Richter Andreas Lauer erklärte, dass der 21-Jährige aus Heimtücke und „in Tötungsabsicht“ gehandelt habe. Wer mit einem solchen Messer, mit solcher Wucht und Gewalt auf jemanden einsticht, will sein Opfer töten. Messer-Mann muss 25.000 Euro Schmerzensgeld zahlen
Die Staatsanwaltschaft hatte im Plädoyer zehn Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung wollte nur eine Freiheitsstrafe von drei Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung und kündigte Revision an. Denn der Angeklagte hatte angeblich vor, „sie zu verletzen, und nicht, sie zu töten“. Das Gericht hingegen verurteilte Marlon R. auch noch zu 25.000 Euro Schmerzensgeld. Sein Opfer überlebte, weil mutige Fahrgäste dazwischengingen. Drohungen nach One-Night-Stand
Ann-Kathrin hatte im Prozess berichtet, wie sie den Angeklagten 2025 in der Disco kennenlernte und anfangs viel Zeit mit ihm verbrachte, One-Night-Stand inklusive. Doch schon nach wenigen Tagen sei ihr Marlon R. unheimlich geworden. Sie brach den Kontakt ab. Dann begann ein monatelanger Albtraum mit Anrufen, Stalking und Drohungen. Einen Messerangriff habe sie aber nie für möglich gehalten.
Die junge Frau ist schwer traumatisiert: „Ich habe jeden Tag Flashbacks. Wenn ich versuche, zu schlafen, kommen die Erinnerungen.“ Demnächst muss sie nochmals an der Stirn operiert werden, wo R. mit dem Messer einen Knochen durchtrennte und sie fast getötet hätte.
Versuchter Mord an 18-Jähriger: Messer-Mann (21) aus dem Regio-Zug muss zehn Jahre in Knast
