Studie zeigt: Kinderwunsch? So oft sollten Paare Sex haben
Studie zeigt: Kinderwunsch? So oft sollten Paare Sex haben
Spots Studie zeigt: Kinderwunsch? So oft sollten Paare Sex haben

Paare mit Kinderwunsch könnten von häufigerem Sex profitieren. Darauf deutet eine große Untersuchung aus Norwegen mit den Daten von mehr als 64.000 Frauen hin.
Demnach waren die Chancen auf eine Schwangerschaft pro Zyklus höher, wenn Frauen in den vier Wochen vor der Empfängnis mehr als viermal pro Woche Geschlechtsverkehr hatten. Im Vergleich zu Frauen mit ein- bis zweimal Sex pro Woche lag die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit dabei um 16 Prozent höher. Untersucht wurden ausschließlich Frauen mit einer geplanten, auf natürlichem Weg entstandenen Schwangerschaft. Wann häufiger Sex einen Unterschied macht
Für die Analyse nutzten Forscher aus Norwegen und Dänemark Daten von 64.193 Frauen aus der norwegischen „Mother, Father and Child Cohort Study“ (MoBa). Die Teilnehmerinnen gaben an, wie häufig sie in den vier Wochen vor der Schwangerschaft Geschlechtsverkehr hatten.
Ein klarer Vorteil zeigte sich nur bei Frauen mit mehr als viermal Sex pro Woche. Bei drei- bis viermal wöchentlich war die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit ähnlich wie bei ein- bis zweimal pro Woche. Das galt auch für Frauen, die seltener als einmal pro Woche Sex hatten.
Im Schnitt dauerte es 4,5 Monate bis zur Empfängnis. Frauen mit weniger als einmal Sex pro Woche wurden nach durchschnittlich 4,8 Monaten schwanger, bei mehr als viermal pro Woche waren es 3,7 Monate. Kein Hinweis auf „schlechtere“ Spermien
In der Studiengruppe wurden 82 Prozent der Frauen binnen sechs Monaten und 93 Prozent innerhalb eines Jahres schwanger. Je häufiger die Paare Sex hatten, desto mehr Frauen wurden in dieser Zeit schwanger.
Ein weiterer Befund: Die verbreitete Sorge, häufiger Sex könne die Spermienqualität senken und so die Fruchtbarkeit mindern, bestätigte sich nicht. Besonders deutlich war der Zusammenhang bei Frauen, die ihr erstes Kind erwarteten. Wichtige Grenzen der Studie
Die Ergebnisse sind jedoch nur eingeschränkt übertragbar. Untersucht wurden ausschließlich Frauen mit geplanter Schwangerschaft, die auf natürlichem Weg schwanger geworden waren. Zudem beruhten die Angaben auf Erinnerungen der Teilnehmerinnen. Informationen zum Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs im Zyklus oder zur Spermienqualität der Partner lagen nicht vor.
Studie zeigt: Kinderwunsch?
