Starship: Erste Erdumrundung gelingt trotz Triebwerksproblem
SpaceX-Rakete hat es geschafft: In drei Stunden um die Welt
Spots SpaceX-Rakete hat es geschafft: In drei Stunden um die Welt

Die größte Rakete der Welt hat es geschafft: Das Starship von Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX hat erstmals die Erde vollständig umrundet und ist anschließend sicher im Pazifik gelandet.
Nach nur rund drei Stunden Flug setzte die mehr als 120 Meter lange Mega-Rakete 26 Satelliten für das Internet-Netzwerk Starlink aus und kehrte zurück. Damit verlief die Mission sogar deutlich schneller als ursprünglich geplant. „Wasserung bestätigt. Glückwunsch an das gesamte SpaceX-Team zum ersten Starship-Flug im Orbit!“, schrieb SpaceX auf der Plattform X zu einem Video der Landung. Darauf sind jubelnde Ingenieure zu hören. Premiere für die Mega-Rakete
So weit war Starship noch nie: Bei früheren Testflügen blieb die Rakete deutlich unter einer Erdumrundung. Diesmal flog sie in rund 275 Kilometern Höhe einmal um den Planeten. SpaceX sprach von einer „aufregenden neuen Phase“ in der Entwicklung des Raumfahrzeugs. Eigentlich sollte die Mission rund zehn Stunden dauern und die Erde sogar sechsmal umrunden. Stattdessen erfüllte Starship seine Hauptaufgabe deutlich schneller.
Ganz reibungslos lief der Flug allerdings nicht. Kurz nach dem Start trat ein Problem an einem Triebwerk der Oberstufe auf. Zeitweise stand sogar ein Abbruch der Mission im Raum. „Wir gehen nur in die Umlaufbahn, wenn alles in Ordnung ist“, hatte SpaceX-Ingenieur Jake Berkowitz vor dem Start gesagt. Die Bodenkontrolle entschied sich letztlich gegen einen Abbruch. Eine riskante Entscheidung, denn mehrere Starship-Tests waren in der Vergangenheit spektakulär explodiert. Musks Pläne reichen bis zum Mars
Für Elon Musk ist Starship der Schlüssel zu noch größeren Zielen. Die Rakete gilt als die größte und leistungsstärkste, die jemals gebaut wurde. Langfristig will Musk damit nicht nur den Mond und den Mars erreichen. Auch Rechenzentren für Künstliche Intelligenz sollen eines Tages ins All transportiert werden.
Starship spielt zudem eine zentrale Rolle in den Plänen der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Sie möchte Astronauten wieder auf den Mond bringen. Das Ziel: eine Mondlandung vor Ende 2028 und damit noch während der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump. SpaceX ruht sich auf dem Erfolg nicht aus: Noch in dieser Woche plant das Unternehmen drei weitere Raketenstarts. Am Freitag soll die Crew-13 mit den Nasa-Astronauten Jessica Watkins und Luke Delaney, dem Kanadier Joshua Kutryk sowie dem russischen Kosmonauten Sergej Teterjatnikow zur Internationalen Raumstation ISS starten.
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