Schreckhafte Tiere und ihre besonderen Überlebensstrategien
Kuriose Strategien: So unterschiedlich reagieren Tiere auf Bedrohungen
Spots Kuriose Strategien: So unterschiedlich reagieren Tiere auf Bedrohungen

Flucht, Erstarren oder sogar Totstellen: Wenn Tiere Angst bekommen, reagieren sie oft auf überraschende Weise. Dabei steckt hinter diesen Verhaltensweisen meist eine ausgeklügelte Überlebensstrategie.
Einige der bekanntesten Tiermythen entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als Irrglauben. Einer davon: Strauße stecken ihren Kopf in den Sand bei Gefahr. Warum Strauße ihren Kopf nicht in den Sand stecken
Strauße zählen zwar zu den klassischen Fluchttieren, bei Gefahr versenken sie ihren Kopf jedoch nicht im Boden. Stattdessen legen sie ihn dicht auf die Erde, um Bewegungen möglicher Feinde besser wahrnehmen zu können. Wird es ernst, setzen die Vögel auf Tempo und erreichen laut PETBOOK Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h.
Auch Elefanten reagieren empfindlich auf ungewohnte Reize. Anders als viele vermuten würden, sind es nicht unbedingt Mäuse, die sie erschrecken. Unbekannte Geräusche oder Veränderungen in ihrer Umgebung können die Tiere jedoch verunsichern. Dann bleiben sie häufig zunächst stehen und prüfen die Lage. Wenn der Körper auf Schreck schaltet
Besonders ungewöhnlich reagiert die sogenannte Tennessee-Fainting-Goat, besser bekannt als Ohnmachtsziege. Sie fällt bei plötzlichem Schrecken scheinbar in Ohnmacht. Tatsächlich steckt dahinter aber eine Erbkrankheit, die kurzzeitig zu einer Muskelstarre führt.
Auch Leguane und andere Eidechsen verfügen über solche drastischen Notfallpläne. Unter starkem Stress können sie ihren Schwanz abwerfen. Das zuckende Körperteil lenkt mögliche Angreifer ab und verschafft Zeit zur Flucht. Wenn Weglaufen keine Option ist
Zu den beeindruckendsten Strategien gehört das Verhalten des Opossums. Bei Gefahr stellt es sich tot, reduziert Atmung und Herzfrequenz und signalisiert Angreifern so, keine attraktive Beute zu sein. Igel setzen dagegen auf ihre Stacheln und rollen sich zu einer festen Kugel zusammen.
Selbst Hühner reagieren außergewöhnlich stark auf Stress. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Angst beim sogenannten plötzlichen Herztod eine wichtige Rolle spielen könnte. Außerdem können erschreckte Tiere in regelrechte Massenpanik geraten.
Ob Strauß, Opossum oder Ziege: Angst führt im Tierreich nicht immer zur Flucht. Oft entstehen daraus erstaunliche Strategien, die genau einem Zweck dienen – dem Überleben.
Kuriose Strategien: So unterschiedlich reagieren Tiere auf Bedrohungen
