Renault Captur: Stärken, Schwächen und Preise im Gebrauchtwagen-Check
Gebrauchter Renault Captur: Dieser SUV zeigt sich erfreulich zuverlässig
Spots Gebrauchter Renault Captur: Dieser SUV zeigt sich erfreulich zuverlässig

Der Renault Captur verbindet die Wendigkeit eines Stadtautos mit dem robusten Look eines SUV. Seit 2013 überzeugt er mit modernem Design und variablen Innenraumlösungen, gilt als pflegeleicht und langlebig. Kleinere Schwächen gibt es, aber insgesamt zeigt er sich erfreulich zuverlässig. Motoren: 91 PS (90 TCe) bis 158 PS (Plug-in 160)
Das ist er: dem erfolgreichen Vorgänger sehr ähnlich, jedoch auf einer neuen Plattform (wie Nissan Juke und Mitsubishi ASX). Bei nun 4,24 Metern Länge bietet der Franzose mehr Platz und mehr Kofferraum (422 bis 1275 Liter), wobei die praktische Schiebe-Rückbank erhalten blieb.
Das kann er: gelassen machen, weil das kompakte SUV viele Jobs ordentlich erledigt: wendig und übersichtlich in der Stadt, komfortabel dank sanft abgestimmtem Fahrwerk, sparsam genug dank Frontantrieb und nur rund 1,3 Tonnen Gewicht (reine Verbrenner). Neben Benzinern (91 bis 155 PS) gab es anfangs einen Diesel (115 PS) – der entfiel 2020 zugunsten eines Plug-ins (143 PS) und später eines Vollhybriden (158 PS).
Das macht Ärger: Bei den Hybriden sorgt das teils ruppig schaltende Multimode-Getriebe für Frust. Auch Versionen mit EDC-Doppelkupplungsgetriebe zeigen Schaltpatzer; im AUTO BILD-Dauertest gab es für einen Captur TCe 130 Intens die Note 3+. Schnell nervte das Infotainment mit Fehlfunktionen, später ein ruppiges EDC. Beim Zerlegen fanden sich Schleifspuren durch Schmutz am Turbolader und in einem Zylinder. Ein Rückruf betraf ein Software-Update für den Hybrid, um einen drohenden Antriebsverlust zu verhindern. Motoren: 90 PS (TCe 90/dCi 90) bis 150 PS (TCe 150)
Das ist er: das erste kleine SUV von Renault, ein Hochsitz auf französische Art – komfortabel und variabel dank verschiebbarer Rückbank. Mit dem beliebten Zweifarbenlack wirkt der Crossover auch heute noch frisch. Unterm Blech steckt Technik vom Kleinwagen Clio; mit dem Facelift 2017 verbesserte Renault die zuvor kritisierte Qualität und Verarbeitung des Interieurs.
Das kann er: beweisen, dass auch auf Kleinwagenlänge (4,12 Meter) Platz herrschen kann wie in einem Kompakten. 377 bis 1235 Liter Kofferraumvolumen schlucken einiges weg. Das kann auch das sanft abgestimmte Fahrwerk, das gut mit ausreichend temperamentvollen Motoren harmoniert. Angefangen beim Basis-Dreizylinder haben alle Turbolader, als Extra war ein Doppelkupplungsgetriebe zu bekommen.
Das macht Ärger: die Elektronik, das maue Infotainmentsystem, Korrosion sowie die anfangs mäßige Verarbeitungsqualität (wurde ab 2017 besser). Die unpraktische Schlüsselkarte ist für Macken bekannt. Rückrufe betrafen Bremsschläuche und brüchige Radnaben sowie Löcher im Kat-Gehäuse.
Der Captur wird gern von älteren Semestern gefahren, die ihr Auto schonen und Laufleistungen erzielen, die deutlich unter dem Durchschnitt liegen. Trotzdem erfreulich, dass der Franzose durchweg seltener die HU mit erheblichen Mängeln abschließt. Die Schwächen liegen in den Achsaufhängungen und beim Licht, zudem verdient Rost ein wachsames Auge. Und der sollte bei modernen Autos eigentlich kein Thema mehr sein. Den vollständigen Artikel mit den TÜV-Mängeleinstufungen im Detail lesen Sie auf autobild.de!
Gebrauchter Renault Captur: Dieser SUV zeigt sich erfreulich zuverlässig
