Passagiere in Todesangst: „Das war es, wir werden abstürzen“
Passagiere in Todesangst: „Das war es, wir werden abstürzen“
Spots Passagiere in Todesangst: „Das war es, wir werden abstürzen“

Tel Aviv/Tabuk – Der Horror in rund 10.000 Metern Höhe begann mit Schreien, die aus dem Cockpit drangen. Dann sackte die Flydubai-Maschine mit 174 Passagieren plötzlich in die Tiefe – Tausende Meter Sturzflug! Nach Einschätzung der israelischen Regierung sollte die Maschine, in der größtenteils Israelis saßen, zum Absturz gebracht werden. Auch dank mutiger Passagiere konnte die Katastrophe verhindert werden.
Der Copilot soll den Kapitän während des Fluges FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv (Israel) mit einem Messer angegriffen und versucht haben, die Kontrolle über die Boeing 737 Max zu übernehmen. Passagiere fürchteten Flugzeugabsturz
Passagierin Miriam schilderte dem israelischen Sender i24NEWS die Todesangst an Bord: „Wir hörten Schreie. Dann öffneten sie das Cockpit und wir sahen große Mengen Blut.“ Jemand habe versucht, den Piloten zu töten und mit einem Taschenmesser auf ihn eingestochen. „Dann verlor das Flugzeug die Kontrolle.“ Minutenlang hätten die Passagiere geglaubt, sterben zu müssen. „Wir spürten: Das war es, wir würden abstürzen“, sagte Miriam.
Ein anderer Fluggast berichtete in einem Video, mehrere Männer hätten den bewaffneten Angreifer aus dem Cockpit gezerrt und überwältigt. Anschließend hätten sie dafür gesorgt, dass die Besatzung die Cockpittür wieder schloss. „Der Terrorist ist neutralisiert“, sagte der Mann laut dem israelischen Nachrichtenportal Ynet.
Passagierin Miriam schildert weiter, dass ein Arzt und eine Krankenschwester den verletzten Piloten versorgt haben. Ein weiterer Pilot, der sich an Bord befand, soll die Maschine schließlich sicher in Saudi-Arabien gelandet haben. Wie „The Sun“ berichtet, war es ein britischer Pilot, der nicht im Dienst war. „Ein Terroranschlag in der Luft“
Nach der Landung saß der Schock tief: „Alle hier sind traumatisiert und in Panik.“ Zehn bis 15 Minuten hätten alle an Bord Todesangst gehabt, so Miriam. Ein weiterer Passagier sagt, er habe gedacht: „Wir werden entweder abstürzen oder ermordet. Es war wie ein Terroranschlag in der Luft.“ Was über die Piloten bekannt ist
Nach bisherigen israelischen Erkenntnissen soll der Angreifer aus dem Oman stammen, könnte jedoch noch eine weitere Staatsbürgerschaft besitzen. Das würden die Behörden laut Channel 12 derzeit prüfen. Der Kapitän soll indischer Staatsbürger oder zumindest indischer Herkunft sein.
Während des Kampfes verlor die Boeing dramatisch an Höhe. Daten von Flightradar24 zufolge begann sie auf rund 34.000 Fuß (ca. 10 km) plötzlich steil zu sinken. Der Flug übermittelte zunächst den allgemeinen Notfallcode 7700, anschließend den Code 7500 für einen unrechtmäßigen Eingriff in den Flugverkehr. Die Maschine drehte ab und nahm Kurs auf Saudi-Arabien. Netanjahu: Verdächtiger Copilot festgenommen
Beide Piloten wurden nach der sicheren Landung in Tabuk in Krankenhäuser gebracht. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am frühen Nachmittag, der Verdächtige sei festgenommen worden und werde von saudischen Ermittlern verhört. Die Passagiere wurden nach der Landung zunächst im Terminal betreut. Flydubai schickte zwei Ersatzmaschinen nach Tabuk. Am Nachmittag begann nach israelischen Medienberichten das Boarding für den Weiterflug nach Israel. Einige Passagiere sollen aus Angst zunächst gezögert haben, wieder in eine Flydubai-Maschine zu steigen. Sicherheitsexperte zum Terror-Verdacht
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