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Neue Zahlen für 2025 zeigen: Der Westen erbt viermal mehr als der Osten

Neue Zahlen für das Jahr 2025 zeigen: Der Westen erbt viermal mehr als der Osten

Wiesbaden/Berlin – 35 Jahre nach der Wiedervereinigung klafft

Wiesbaden/Berlin – 35 Jahre nach der Wiedervereinigung klafft beim Erben und Verschenken von Vermögen weiter eine gewaltige Lücke zwischen Ost und West. Im Jahr 2025 entfielen satte 95 Prozent des Gesamtwerts der steuerlich berücksichtigten Vermögensübertragungen auf die westlichen Bundesländer. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. In Zahlen: 142,5 Milliarden Euro wurden im Westen durch Erbschaften und Schenkungen steuerlich berücksichtigt. In den ostdeutschen Ländern und Berlin waren es gerade einmal 8,0 Milliarden Euro.

Besonders deutlich wird der Unterschied beim Blick auf

Besonders deutlich wird der Unterschied beim Blick auf die Einwohnerzahl: Ende 2025 lebten knapp 19 Prozent der Bevölkerung in den ostdeutschen Ländern und Berlin. Ihr Anteil an den steuerlich erfassten Vermögensübertragungen lag aber nur bei 5 Prozent.

Pro Kopf wurden im Westen gut 2100 Euro

Pro Kopf wurden im Westen gut 2100 Euro vererbt oder verschenkt und vom Finanzamt erfasst. Im Osten waren es knapp 500 Euro. Damit liegt der Wert im Westen mehr als viermal so hoch. Deutschlandweit waren es im Schnitt gut 1800 Euro pro Kopf. Unterschiede bei der Erbschaftsteuer

Der Unterschied zeigt sich auch bei der festgesetzten

Der Unterschied zeigt sich auch bei der festgesetzten Erbschafts- und Schenkungsteuer. Insgesamt wurden 2025 in Deutschland 21,4 Milliarden Euro festgesetzt. Davon entfielen 20,4 Milliarden Euro oder 95 Prozent auf den Westen. In den ostdeutschen Bundesländern und Berlin waren es 1,0 Milliarden Euro. Zündstoff für die Rentendebatte

Die Vermögenskluft ist auch politisch brisant – vor

Die Vermögenskluft ist auch politisch brisant – vor allem beim Thema Rente. Mehrere ostdeutsche Ministerpräsidenten fordern angesichts der geringeren Erbschaften die Beibehaltung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren.

Ihr Argument: Erbschaften und Schenkungen könnten im Osten

Ihr Argument: Erbschaften und Schenkungen könnten im Osten seltener dabei helfen, die gesetzliche Rente im Alter aufzubessern. Für viele ostdeutsche Ruheständler sei die gesetzliche Rente damit die wichtigste finanzielle Säule im Alter. Die Rentenkommission hatte sich dagegen für eine Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 ausgesprochen.

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