Manchester City: Pep meldet sich zum Hammer-Urteil
Er war zehn Jahre lang Trainer: Pep meldet sich zum Hammer-Urteil gegen ManCity
Spots Er war zehn Jahre lang Trainer: Pep meldet sich zum Hammer-Urteil gegen ManCity

Pep sichert dem Verein seine Unterstützung zu. Nach jahrelangen Ermittlungen und einem der größten Verfahren der Fußball-Geschichte hat die Premier League Manchester City in nahezu allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das Strafmaß steht zwar noch aus, doch dem englischen Serienmeister drohen drastische Konsequenzen – von hohen Geldstrafen über Punktabzüge bis hin zur Aberkennung von Titeln. Unter Pep Guardiola (55) gewann Manchester City sechs Meistertitel in der Premier League, die könnten aberkannt werden – jetzt meldet er sich zu Wort.
Auf X schreibt er: „Ich möchte, dass jeder einzelne ManCity-Fan weiß, dass ich für euch da bin – mehr denn je. Ich stehe hinter meinem Verein, meinem Eigentümer, meinem Vorsitzenden, Ferran, den Spielern, den Mitarbeitern, Enzo und euch, unseren einzigartigen Fans – das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Lasst mich eines klarstellen: Wir werden das gemeinsam durchstehen. Ich liebe euch alle.“ Dahinter setzt er ein hellblaues Herz.
Darum geht es: Laut der Premier League hat eine unabhängige Kommission festgestellt, dass Manchester City zwischen 2009 und 2018 systematisch gegen die Finanzregeln des englischen Fußballs verstoßen hat. Die Vorwürfe wiegen schwer: Der Klub soll Scheingeschäfte mit Sponsoren abgeschlossen, seine tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben verschleiert und die Finanzlage gegenüber Prüfern sowie den Fußball-Behörden falsch dargestellt haben.
Nach Einschätzung der Kommission sollen die Verantwortlichen dadurch Einnahmen künstlich erhöht und Kosten gedrückt haben. Insgesamt soll City seine wirtschaftliche Situation um mehr als 900 Millionen Pfund (knapp über eine Milliarde Euro) günstiger dargestellt haben, als sie tatsächlich war. Der Klub hat die Ermittlungen behindert
Auch während der vierjährigen Untersuchung soll der Klub mehrfach versucht haben, die Ermittlungen zu behindern. Die Kommission wirft City vor, die Premier League bei ihren Nachforschungen gezielt ausgebremst und wichtige Informationen zurückgehalten zu haben.
Premier-League-Boss Richard Masters sprach von der „bedeutendsten Disziplinarsache in der Geschichte der Liga“. Das Urteil belege, dass Manchester City die Regeln über Jahre hinweg systematisch missachtet habe.
Für den Verein ist die Angelegenheit allerdings noch nicht beendet. Bis Freitag kann City gegen die Entscheidung Berufung einlegen. Genau das kündigte der Klub bereits an. In einer Stellungnahme zeigte sich der Verein „enttäuscht und überrascht“ und bekräftigte erneut seine Unschuld. Geschäftsführer Ferran Soriano sprach von einer „Verschwörungstheorie der Premier League“, die zum Schuldspruch geführt habe. Sogar ManCitys Ex-Boss fordert Zwangsabstieg
Der frühere City-Boss David Bernstein fordert indes einen Zwangsabstieg. „Wenn sich all das bestätigt und die Berufung scheitert, kann Manchester City nicht in der Premier League bleiben. Der Klub muss eine schwere Strafe erhalten, die ihn aus der Premier League entfernt“, sagte Bernstein dem britischen Sender BBC. „Die Sanktionen dürfen sich nicht auf Geld beschränken. Geld bedeutet den Eigentümern aus Abu Dhabi nicht viel“, sagte Bernstein. Der 83-Jährige führte den Klub von 1998 bis 2003 als Vorsitzender. Welche Strafe am Ende verhängt wird, ist derzeit offen. Darüber soll in einem gesonderten Verfahren entschieden werden.
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