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Mail von Martenstein: Lieber Jürgen Klopp,

Mail von Martenstein: Lieber Jürgen Klopp,

In Ihrem zweiten Spiel als Bundestrainer, dem ersten

In Ihrem zweiten Spiel als Bundestrainer, dem ersten Heimspiel, haben unsere Fußballer gegen Griechenland verloren. Sie waren nicht gut. In dieser Zusammensetzung hatten sie noch nie zusammen gespielt. Trotzdem: nicht gut.

Nach dem Spiel pfiffen manche Fans das Team

Nach dem Spiel pfiffen manche Fans das Team aus. Auch ich habe in meinem Job bessere und schlechtere Tage. Das ist bei fast jedem so, in jedem Job, außer natürlich bei denen, die immer schlecht sind. Man weiß in der Regel selbst, wie’s war. Man fragt sich: Woran lag es?

Es hilft nicht, wenn man beschimpft oder ausgepfiffen

Es hilft nicht, wenn man beschimpft oder ausgepfiffen wird. Man braucht Mumm und Selbstvertrauen, um wieder aufzustehen. Man muss sich sagen: Ich kann’s doch! Auf geht’s!

Ich fand es richtig, dass Sie genau dies

Ich fand es richtig, dass Sie genau dies im Fernsehen gesagt haben. Sie sind außerdem kein Magier, der uns von einem Tag auf den anderen wieder zur Nummer 1 der Welt machen kann.

Ich habe fast nie jemanden ausgepfiffen oder gebuht

Ich habe fast nie jemanden ausgepfiffen oder gebuht. Warum soll ich jemanden demütigen, der etwas versucht und dabei scheitert? Ich werde nur sauer, wenn ich das Gefühl habe, dass jemand sich auf der Bühne keine Mühe gibt. Bei Leistungsverweigerung darf gebuht werden, bei Scheitern nicht.

Ich bin sicher, dass Sie und die Mannschaft

Ich bin sicher, dass Sie und die Mannschaft es schaffen. Sie und die Jungs können’s doch! Die nächste Treppenstufe heißt Serbien. Viel Erfolg! Ihr Harald Martenstein

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