Mail von Martenstein: Liebe Martha Kleedörfer von den Linken!
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Ich freue mich über unseren Dialog. Viele waren überrascht darüber, dass Ihre Partei, die Linke, in Berlin so viele Stimmen von jungen Frauen bekommt. „Die Linke hat ein Klima geschaffen, in dem Islamismus gedeiht“ – das stand sogar in der FAZ! Ist Islamismus der neueste heiße Scheiß für junge Feministinnen?
An diese Frage knüpfte ich in meiner ersten Mail Überlegungen, die Sie respektlos finden. Ich habe behauptet, es gebe einen Zusammenhang zwischen Politik und Erotik. Ich habe sogar ein Buch darüber geschrieben, „Die Mönchsrepublik“, für all das bitte ich um Entschuldigung.
Sie als stellvertretende Landesvorsitzende erklärten, ich sei „ekelhaft“, „rassistisch“, „sexistisch“ und – das fand ich originell – „pervers“. Ich möchte Ihnen danken für Ihre Zurückhaltung. Sie haben mich nicht „faschistisch“ genannt! Nur „pervers“. Normalerweise kommt bei sowas ja immer „faschistisch“. Im Zweifelsfall bin ich lieber pervers.
Allerdings drohen Sie als „Antwort“ auf meine Mail mit der Enteignung des kompletten Axel-Springer-Verlags, in dem diese Zeitung erscheint. Ich bin da doch nur einer von Tausenden Mitarbeitern. Das wäre wirklich eine extrem strenge Strafe für das Unternehmen.
Falls BILD unter linker Regierung demnächst staatlich ist – sind Sie dann meine Verlegerin? Ich freue mich auf unsere Gespräche, Sie sind so direkt und authentisch. Bis bald, Ihr Harald Martenstein
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