Linke-Politiker Koçak gibt Sitz im Innenausschuss ganz auf
Skandal um Clan-Kontakte: Linke-Politiker Koçak gibt Sitz im Innenausschuss ganz auf
Spots Skandal um Clan-Kontakte: Linke-Politiker Koçak gibt Sitz im Innenausschuss ganz auf

Berlin – Der Berliner Linke-Abgeordnete Ferat Koçak gibt nach Kritik an zu viel Nähe zu mutmaßlichen Angehörigen krimineller Clanstrukturen seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestags ganz auf. „Ich möchte nicht, dass meine Kolleginnen und Kollegen und ihre wichtige parlamentarische Arbeit durch Angriffe auf meine Person zusätzlich belastet werden“, schrieb Koçak auf X. Er hatte seine Ausschusstätigkeit wegen der Vorwürfe zuvor bereits ruhen lassen.
In einer ausführlichen Stellungnahme auf X räumt Koçak nun Fehler im Umgang mit seinen Kontakten zur Familie Remmo ein. „Ich habe einen Fehler gemacht“, schreibt Kocak. Im Umgang mit seinem Kontakt zur Familie Remmo sei er „meinem Selbstverständnis nicht gerecht geworden“. Er sei in der konkreten Situation „naiv und mit der Situation überfordert“ gewesen. Auch seine Rolle im Innenausschuss stellt Koçak ausdrücklich infrage. Seine Kommunikation mache deutlich, „dass mein Verhalten Fragen aufgeworfen hat und meinem Anspruch an einen Abgeordneten im Innenausschuss nicht gerecht wird“, schreibt er. Daraus ziehe er Konsequenzen: „Deshalb gebe ich meinen Sitz im Innenausschuss ab“, schreibt der Politiker auf seinem X-Account.
Auslöser für die Debatte sind bekannt gewordene Kontakte Koçaks zur Familie Remmo. Dabei geht es unter anderem um Issa Rammo und dessen Sohn Firas Rammo. Koçak betont, er habe Personen, denen Verbindungen zur organisierten Kriminalität zugeschrieben werden, „weder Vorteile gewährt noch von ihnen Vorteile erhalten“.
Zugleich weist der 47-Jährige den Vorwurf zurück, selbst kriminell zu sein oder organisierte Kriminalität zu unterstützen. „Ich bin weder kriminell noch unterstütze ich organisierte Kriminalität“, schreibt er auf X. Koçak war nach der Bundestagswahl 2025 als Direktkandidat in Neukölln erstmals für die Linke in den Bundestag eingezogen. Zuletzt war zudem ein Foto bekannt geworden, das ihn mit Ibrahim Ibrahim zeigt, den der Tagesspiegel als führenden Vertreter der PFLP in Deutschland bezeichnet.
Koçak kritisiert Teile der öffentlichen Debatte als „verletzend, diskriminierend und von Unterstellungen geprägt“. Was bleibt ist seine Selbstkritik, (Er habe einen Fehler gemacht und übernehme dafür Verantwortung.) und der Fakt, dass er Kontakt zum Berliner Remmo-Clan hatte.
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