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Kollagen: Ist es wirklich gut für die Gelenke?

Wissenschaftliche Auswertung: Was Kollagen wirklich für die Gelenke tut

München – Kollagen wird häufig als Wundermittel für

München – Kollagen wird häufig als Wundermittel für die Gelenke beworben. Eine große wissenschaftliche Auswertung von 113 Studien mit knapp 8000 Teilnehmern zeigt nun: Bei Kniearthrose kann Kollagen Schmerzen moderat lindern. Den Knorpel wieder aufbauen kann es allerdings nicht.

Im Januar 2026 wurde eine umfassende wissenschaftliche Arbeit

Im Januar 2026 wurde eine umfassende wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht. Sie fasst bereits veröffentlichte Studien zusammen und liefert einen guten Überblick über die bisherige Forschung zu Kollagen. „Die Daten sprechen dafür, dass Kollagen bei Menschen mit leichter bis mittelgradiger Arthrose, insbesondere am Knie, Schmerzen und Gelenksteifigkeit moderat lindern kann. Von einem Wundermittel kann jedoch keine Rede sein“, sagt Orthopäde PD Dr. Daniel Berthold vom OrthoCenter München zur „Frankfurter Rundschau“. Welche Gelenke profitieren?

Die überzeugendsten wissenschaftlichen Belege gibt es derzeit für

Die überzeugendsten wissenschaftlichen Belege gibt es derzeit für die Kniearthrose. Dort zeigen mehrere Studien, dass Kollagen Schmerzen und Steifigkeit etwas reduzieren kann. „Beim Sprunggelenk oder bei Achillessehnenproblemen gibt es erste interessante Hinweise, häufig in Kombination mit Training. Für Schulterbeschwerden liegen bislang dagegen nur wenige belastbare Daten vor“, so Experte Berthold zur „Frankfurter Rundschau“. Der größte Irrtum über Kollagen

Viele Menschen hoffen, dass Kollagen verschlissenen Knorpel wieder

Viele Menschen hoffen, dass Kollagen verschlissenen Knorpel wieder repariert. Doch das ist die wahrscheinlich größte Fehlvorstellung. „Kollagen wird nach der Einnahme zunächst verdaut und gelangt nicht als fertiger Knorpel ins Gelenk“, erklärt Berthold. Nach heutigem Wissensstand gibt es keinen überzeugenden Nachweis dafür, dass Kollagen zerstörten Gelenkknorpel wieder aufbaut oder Arthrose rückgängig macht. „Vermutlich beeinflussen bestimmte Kollagenpeptide Stoffwechselprozesse im Knorpel und Bindegewebe“, so der Experte. „Der mögliche Nutzen liegt deshalb eher darin, Schmerzen etwas zu reduzieren und die Gelenkfunktion zu unterstützen - nicht darin, Knorpel neu entstehen zu lassen.“

Die meisten Studien verwendeten täglich etwa fünf bis

Die meisten Studien verwendeten täglich etwa fünf bis zehn Gramm. Mindestens ebenso wichtig ist die Dauer: Nehmen Sie Kollagen mindestens acht bis zwölf Wochen regelmäßig ein, rät der Experte. Viele Studien liefen sogar über drei bis sechs Monate. „Wenn sich nach etwa drei Monaten keinerlei Verbesserung der Beschwerden zeigt, ist ein weiterer Nutzen eher unwahrscheinlich“, meint Berthold. Training ist wichtiger als Kollagen

„Bewegung und gezieltes Krafttraining bleiben die wichtigsten Bestandteile

„Bewegung und gezieltes Krafttraining bleiben die wichtigsten Bestandteile jeder konservativen Arthrose-Therapie“, betont Berthold. Kollagen sieht er nicht als Alternative, sondern als mögliche Ergänzung für die Gesundheit.

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Wissenschaftliche Auswertung: Was Kollagen wirklich für die Gelenke tut

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