Koffein-Entzug: Was im Körper nach dem Kaffee-Verzicht passiert
Kleiner „Entzug“: Darum lohnt sich ein Kaffee-Verzicht für den Körper
Spots Kleiner „Entzug“: Darum lohnt sich ein Kaffee-Verzicht für den Körper

Für viele Menschen beginnt der Tag mit einer Tasse Kaffee. Fällt der gewohnte Wachmacher plötzlich weg, kann der Körper schon nach 12 bis 24 Stunden mit deutlichen Entzugserscheinungen reagieren. Dazu zählen Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit und Ängstlichkeit. Dennoch gibt es gute Gründe, gelegentlich mal einen Koffein-Entzug zu machen.
Wer regelmäßig Kaffee trinkt, gewöhnt seinen Körper an die Wirkung des Koffeins. Bleibt diese aus, benötigt das Gehirn Zeit, sich umzustellen. Studien zufolge halten die Beschwerden meist zwischen zwei und neun Tagen an. Experten raten deshalb dazu, den Konsum schrittweise zu reduzieren statt abrupt aufzuhören. Nervosität, Schlaf, Haut und Zähne
Ein Verzicht kann aber guttun. Koffein regt das Nervensystem an und kann Unruhe verstärken. Besonders Menschen, die ohnehin zu Nervosität oder Angstzuständen neigen, können von einer Pause profitieren. Auch der Schlaf kann sich verbessern. Studien zeigen, dass regelmäßiger Kaffeekonsum den Schlafzyklus verändern kann. Allerdings reagiert nicht jeder Mensch gleich empfindlich auf Koffein. Manche bauen den Stoff schneller ab und schlafen trotz Kaffee problemlos ein.
Und: Kaffee verfärbt auf Dauer die Zähne. Wer ein strahlend weißes Lächeln möchte, sollte auch deshalb öfter mal auf Kaffee verzichten. Nährstoffe werden besser aufgenommen
Ein weiterer möglicher Vorteil betrifft die Ernährung. Ernährungswissenschaftlerin Sophie Brünke erklärt: „Kaffee enthält Gerbstoffe, die sich an Kalzium und Eisen binden können. Dann scheidet der Körper diese wieder aus, anstatt sie im Darm zu resorbieren.“
Besonders für ältere Menschen sowie Vegetarier und Veganer könne das relevant sein. Die Expertin weist zudem auf eine einfache Möglichkeit hin, die Eisenaufnahme zu unterstützen: „Wer morgens den Kaffee gegen eine Fruchtsaftschorle tauscht oder ein Stück Obst isst, kann die Eisenaufnahme dadurch verbessern.“ Nicht jeder verträgt Kaffee gleich gut
Manche Menschen reagieren zudem empfindlich auf Kaffee, vor allem auf nüchternen Magen. Brünke sagt: „Er kann die Produktion von Magensäure anregen und so die Magenschleimhaut reizen und zu Sodbrennen, Bauchschmerzen oder Durchfall führen.“
Trotzdem gilt Kaffee in moderaten Mengen als unbedenklich. Laut der Expertin werden ein bis vier Tassen schwarzer Kaffee pro Tag als sicher eingestuft. Der Verzicht kann für manche Menschen Vorteile bringen, muss aber nicht bei jedem zu spürbaren Veränderungen führen.
Kleiner „Entzug“: Darum lohnt sich ein Kaffee-Verzicht für den Körper
