Kinder zum Klauen im Disneyland: 25.000 Euro Beute pro Tag
25.000 Euro Beute pro Tag: Clan schickt Kinder zum Klauen ins Disneyland Sie heißen „Al Capone“ und „Dior“
Spots 25.000 Euro Beute pro Tag: Clan schickt Kinder zum Klauen ins Disneyland Sie heißen „Al Capone“ und „Dior“

Paris – Sie protzen im Internet mit teuren Autos, Uhren und Schmuck. Sie besuchen Casinos und luxuriöse Restaurants. Um diesen glamourösen Lebensstil zu finanzieren, schickte ein berüchtigter Familienclan täglich die eigenen Kinder zum Stehlen ins Disneyland. Die Beute: bis zu 25.000 Euro pro Tag!
Nun wurden sieben Mitglieder der Bande zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Es geht um Menschenhandel und Anstiftung zum Diebstahl. Wie französische Medien berichten, soll es sich um den Hamidovic-Clan aus Bosnien handeln. So funktionierte die Masche im Freizeitpark
Laut Gericht schickten die Angeklagten mehrere Kinder zum Klauen in den Freizeitpark und an weitere Orte mit Touristen. Darunter auch ihre eigenen Kinder, die teils nach bekannten Kriminellen wie „Al Capone“ oder Luxusmarken wie „Dior“ benannt wurden, sowie junge Frauen unter Androhung von Gewalt. Einige der Kinder berichteten auch von sexuellem Missbrauch.
In Gruppen brachten sie die Minderjährigen zu ihren Einsatzorten, vor allem zum Disneyland und dem dortigen Bahnhof sowie zum Pariser Flughafen Charles de Gaulle. In dem Freizeitpark schlugen die Diebe vor allem während der Parade und der Abendshows zu. Im Visier hatten sie vor allem ausländische Touristen, etwa aus Deutschland. Diese Strafen verhängte ein Gericht
Das härteste Urteil kassierte der Patriarch der Familie, Roberto H. (48). Das Gericht verurteilte ihn zu einer Haftstrafe von acht Jahren und zu einer Geldstrafe von 500.000 Euro. Seine Frau Lejla muss für sechs Jahre ins Gefängnis und zusätzlich 300.000 Euro zahlen. Das Paar gilt als der Kopf des Familienclans. Auch die volljährigen Söhne des Paares und weitere Familienmitglieder erhielten Gefängnisstrafen zwischen fünf und sieben Jahren. Sie kassierten außerdem ein dauerhaftes Einreiseverbot nach Frankreich.
Die Verurteilten hätten die Minderjährigen „benutzt, um sich Straflosigkeit zu sichern“, betonte die Staatsanwaltschaft im Prozess. Einige der Angeklagten seien früher selbst als Kinder zum Stehlen losgeschickt worden. „Sie wurden von Opfern zu Tätern“, so die Staatsanwaltschaft.
Die Angeklagten hatten die Vorwürfe vor Gericht bestritten. Die betroffenen Kinder waren bei der Gerichtsverhandlung nicht anwesend. Einige von ihnen wurden mittlerweile in Pflegefamilien untergebracht.
25.000 Euro Beute pro Tag: Clan schickt Kinder zum Klauen ins Disneyland Sie heißen „Al Capone“ und „Dior“
