Katze hat Langeweile? Diese Anzeichen sollten Sie kennen
Verhaltensänderung: Hat Ihre Katze Langeweile? Diese Signale zeigen es
Spots Verhaltensänderung: Hat Ihre Katze Langeweile? Diese Signale zeigen es

Kratzt die Katze plötzlich am Sofa, miaut auffällig viel oder rast ohne ersichtlichen Grund durch die Wohnung? Was viele Halter als Marotte abtun, kann tatsächlich auf ein Problem hindeuten: Manche Katzen zeigen sehr deutlich, dass ihnen Beschäftigung fehlt.
Das Schwierige dabei ist, dass Langeweile nicht bei jeder Katze gleich aussieht. Während einige Tiere laut und fordernd werden, ziehen sich andere eher zurück. Umso wichtiger ist es, auf Veränderungen im Verhalten zu achten und die eigene Katze genau zu beobachten. Wenn Katzen zu wenig Abwechslung haben
Wie PETBOOK berichtet, können sich fehlende Beschäftigung und Unterforderung auf ganz unterschiedliche Weise zeigen. Die Katzenverhaltenstherapeutin und -trainerin Helena Becker, Gründerin und Inhaberin von „Stubentiger Berlin“, nennt unter anderem übermäßiges Kratzen an Möbeln, sogenannte Zoomies mit wilden Sprints durch die Wohnung sowie auffällig häufiges Miauen.
Auch Konflikte in Mehrkatzenhaushalten oder eine „Hypervokalisation“, also übermäßiges Miauen, können laut der Expertin auftreten. Andere Tiere reagieren deutlich ruhiger: Sie schlafen mehr als sonst, putzen sich ungewöhnlich häufig oder ziehen sich komplett zurück.
Becker nennt zudem „übermäßiges Fressen aus Langeweile“ als mögliches Warnsignal. Wichtig dabei zu beachten ist, dass viele dieser Verhaltensänderungen auch gesundheitliche Ursachen haben können. Treten sie plötzlich oder besonders stark auf, sollte dies tierärztlich abgeklärt werden. Welche Katzen besonders häufig unter Langeweile leiden
Grundsätzlich kann jede Katze Langeweile entwickeln. Laut Becker betrifft das Problem jedoch häufig Tiere in Wohnungshaltung. Als Gründe nennt sie ein „Spannungsfeld aus Unter- und Überforderung“ sowie längere Zeiten ohne soziale oder spielerische Beschäftigung.
Ein verbreiteter Irrtum ist, dass ältere Katzen kein Interesse mehr an Spielen hätten. Die Expertin widerspricht. „Alle Katzen möchten bis ins hohe Alter spielen und beschäftigt werden“, sagt Becker. Gerade erwachsene Tiere benötigen passende Angebote, die ihr natürliches Jagd- und Suchverhalten ansprechen.
Auch mehrere Katzen im Haushalt lösen das Problem nicht automatisch. „Miteinander spielen ersetzt das Solitärspielen nicht, nur ergänzt“, betont Becker. Langeweile bei Katzen verhindern: Diese Beschäftigung hilft
Um Katzen körperlich und geistig auszulasten, empfiehlt Becker unter anderem Training, Fummelbretter, Clickertraining, Medical Training oder individuell abgestimmte Spielangebote. Zusätzlich können gesicherte Balkone, Fensterplätze und immer wieder neue Reize im Wohnumfeld helfen.
Verhaltensänderung: Hat Ihre Katze Langeweile?
