Japanische Riesenkrabbe: So lebt der Gigant der Tiefsee
Japanische Riesenkrabbe: Diese Krabbe ist fast so breit wie ein Auto
Spots Japanische Riesenkrabbe: Diese Krabbe ist fast so breit wie ein Auto

Wer an Krabben denkt, hat meist kleine Schalentiere vor Augen. Doch die Japanische Riesenkrabbe sprengt alle Vorstellungen: Mit einer Spannweite von bis zu 3,7 Metern gilt sie als die größte lebende Krebsart der Welt. Das Tiefseetier lebt vor Japan und teilweise vor Taiwan und trägt wegen seines Aussehens sogar den Spitznamen „Crabzilla“.
Die Art heißt wissenschaftlich Macrocheira kaempferi und gehört zu den Spinnenkrabben. Ihre außergewöhnlich langen Beine haben ihr auch die Bezeichnung Riesenseespinne eingebracht. Selbst der englische Name „japanese spider crab“ verweist auf die auffällige Ähnlichkeit mit einer Spinne. Gigantische Beine, kleiner Körper
Trotz ihrer enormen Spannweite bleibt der eigentliche Körper vergleichsweise kompakt. Der Panzer erreicht lediglich rund 40 Zentimeter Breite. Den größten Teil ihrer Spannweite machen die langen, schlanken Beine aus.
Dabei beginnt das Leben des Meeresriesen erstaunlich unscheinbar. Ein Weibchen kann pro Paarung mehr als eine Million Eier legen. Aus ihnen schlüpfen winzige Larven, von denen jedoch nur ein kleiner Teil das Erwachsenenalter erreicht. Gelingt das, kann die Art mehrere Jahrzehnte alt werden. Manche Quellen gehen sogar von einem Lebensalter von über 100 Jahren aus.
Die Japanische Riesenkrabbe lebt überwiegend in Tiefen von etwa 300 bis 400 Metern, wie PETBOOK berichtet. Dort herrschen kühle Temperaturen und nur wenig Licht. Zur Fortpflanzungszeit ziehen die Tiere näher an die Oberfläche, bevor sie wieder in tiefere Bereiche zurückkehren.
Auf dem Speiseplan stehen vor allem abgestorbene Tiere, Pflanzenreste, Weichtiere und Algen vom Meeresboden. Statt aktiv zu jagen, durchsucht die Krabbe den Meeresboden nach Verwertbarem. So hilft sie, den Meeresboden sauber zu halten. Tarnung schützt junge Tiere
Besonders bemerkenswert ist die Strategie der Jungtiere. Sie bedecken ihren Panzer mit Schwämmen, Algen oder anderen Organismen vom Meeresboden. Als sogenannte Dekorateur-Krabben nutzen sie diese Tarnung, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Erst mit zunehmender Größe wird diese zusätzliche Tarnung überflüssig. Dann gehören die gewaltigen Tiefseebewohner zu den imposantesten Krebsarten der Welt.
Japanische Riesenkrabbe: Diese Krabbe ist fast so breit wie ein Auto
