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Er spielte mit Götze und ter Stegen: Leipziger Fußball-Export fordert Lok im…

Er spielte mit Götze und ter Stegen: Leipziger Fußball-Export fordert Lok im Pokal

Lok Leipzig dürfte ziemlich froh sein, dass der

Lok Leipzig dürfte ziemlich froh sein, dass der Mann beim Pokalgegner nur auf der Bank sitzt. Zu seinen besten Zeiten hätte Stürmer Kevin Scheidhauer (34) schon für Zittereinlagen beim Gegner gesorgt. Vorbei. Wenn er am Freitag (19 Uhr) mit dem SV Liebertwolkwitz (7. Liga) zum Sachsenpokal im Plache-Stadion aufdribbelt, ist er „nur“ als Co-Trainer dabei.

„Wenn mal Not am Mann ist, werfe ich

„Wenn mal Not am Mann ist, werfe ich mich auch noch mal zehn Minuten rein“, erklärt der einstige Profi, der bei Lok Leipzig groß wurde und später für Wolfsburg, Bochum, Duisburg, Schalke und Cottbus spielte. „Freitag ist aber ausgeschlossen. Wir haben 28 Mann im Kader, für die Jungs ist es das Spiel des Lebens, das will ich ihnen nicht nehmen.“ Dann grinst er: „Ich habe eher den Reiz, Lok als Co-Trainer eins auszuwischen. Von 100 Spielen verlieren wir 99, aber wer weiß, vielleicht ist es am Freitag das eine besondere Spiel.“ Scheidhauer mit Liebertwolkwitz zurück zu Lok Leipzig

Er selbst hatte viele coole Erinnerungen – sagt

Er selbst hatte viele coole Erinnerungen – sagt er selbst: „In Bochum habe ich mein erstes Profispiel gemacht, das ich mir auch auf den Arm tätowiert habe. Ich bin in Duisburg von der 3. in die 2. Liga aufgestiegen. In Wolfsburg wurde ich deutscher A-Jugendmeister und Torschützenkönig. Ich war mit der U17 Europameister mit Mario Götze und Marc-André ter Stegen. Und ich habe mit Cottbus den Aufstieg in die 3. Liga gefeiert. Darauf bin ich schon sehr stolz, auch wenn da vielleicht noch mehr möglich gewesen wäre. Aber das kann man ja fast von jedem sagen. Vom Potenzial her hätte ich schon ein guter Bundesligaspieler werden können, aber ich war einfach auch schnell mit dem zufrieden, was ich erreicht habe. Dann war der Kraftraum eben nicht so interessant und ich bin mit meiner Frau lieber etwas essen gegangen.“ Karriereende mit nur 29 Jahren

Mit 29 hörte er mit dem großen Fußball

Mit 29 hörte er mit dem großen Fußball auf. „In Cottbus“, erinnert er sich. „Ich hatte mir im Februar den Bauchmuskel abgerissen und hatte zwei Operationen. Am 30. Juni lief mein Vertrag aus und ich habe ein Jahr lang Arbeitslosengeld bezogen und wollte mich wieder fit machen. Aber das hat nicht mehr funktioniert. Und dann kam ja auch noch Corona.“

In Summe kam er am Ende seiner Karriere

In Summe kam er am Ende seiner Karriere auf 13 Operationen: „Beide Sprunggelenke, Knorpelschaden im Knie … Wenn ich morgens aufstehe, fühle ich mich wie 60.“ Er weiß: „Der Profifußball ist ein hartes Geschäft. Du bist von heute auf morgen ein Superstar oder ein Niemand. Das habe ich im Nachgang leider auch in Cottbus erlebt, als ich mich verletzt hatte und dann nicht mal mehr mein Berater das Telefon abgenommen hat. Leistungssport ist eine schöne Geschichte, die einem viel gibt, aber die Fallhöhe ist auch enorm. Irgendwann war es nur noch mein Job, da fehlte die Leidenschaft, die ich als Sechsjähriger noch hatte.“

Das Fußball-Dress hat er deshalb längst gegen Geschäftskleidung

Das Fußball-Dress hat er deshalb längst gegen Geschäftskleidung getauscht. Er hat eine eigene Immobilienfirma (leVesta) in der Leipziger Waldstraße. Scheidhauer: „Wir vermitteln Wohnimmobilien.“ Es läuft gut.

Am Freitag kehrt er jedoch noch einmal an

Am Freitag kehrt er jedoch noch einmal an den Platz zurück, auf dem für ihn alles begann. Mit Lok-Kapitän Djamal Ziane, mit dem er einst in der Sachsenauswahl spielte, steht er noch in gutem Kontakt. Und auch mit Alexander Siebeck, mit dem er in Cottbus spielte. Man hofft auf 2000 Fans zum Flutlichtspiel. Wobei die Liebertwolkwitzer meist nur vor 50 Zuschauern spielen. Scheidhauer: „Klar, diesmal werden ein paar Familienangehörige mehr kommen. Es ist das erste Mal, dass der Kader wirklich vollzählig ist. Sonst hat mal die Oma Geburtstag oder der Hamster seinen Todestag, das ist diesmal nicht so.“

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