Dieser Flug-Streik bei Jetstar hat Passagieren Freude gemacht
Beschäftigte wenden „Trick“ an: Dieser Flug-Streik hat Passagieren Freude gemacht
Spots Beschäftigte wenden „Trick“ an: Dieser Flug-Streik hat Passagieren Freude gemacht

Wer mit einer Billigairline fliegt, kennt das: Ist der Koffer zu schwer oder soll der Sitzplatz kurzfristig geändert werden, wird es schnell teuer. Passagiere der australischen Airline Jetstar konnten sich zuletzt genau diese Kosten sparen. Der Grund war ausgerechnet ein Streik der Beschäftigten.
Doch anders als bei vielen Arbeitskämpfen legten die Mitarbeiter ihre Arbeit nicht nieder. Die Passagiere wurden ganz normal abgefertigt. Flugausfälle oder Verspätungen durch den Streik blieben damit aus. Mitarbeiter kassierten keine Zusatzgebühren
Stattdessen traf der Protest die Airline beim Geld: Die Beschäftigten verzichteten am Schalter auf sämtliche Zusatzgebühren. War ein Koffer zu schwer, wurde dafür nichts berechnet. Auch für einen spontanen Sitzplatzwechsel oder verspätetes Einchecken mussten Reisende keine Extrakosten zahlen.
Die Mitarbeiter würden sich weiterhin um die Passagiere kümmern, aber keine zusätzlichen Gebühren für Jetstar kassieren, bis die Airline zeige, dass sie ihre Belegschaft ernst nehme, erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Australian Services Union, Scott Cowen, laut „Newcastle Herald“. Protest an sieben Flughäfen
Ganz neu ist die ungewöhnliche Protestform bei der Qantas-Tochter laut „Berliner Zeitung“ nicht. Bereits 2011 rief die Gewerkschaft bei Jetstar einen sogenannten „No Weigh Day“ aus. Damals verzichteten die Mitarbeiter allerdings nur auf Gebühren für Übergepäck. Nach Berechnungen der Gewerkschaft kamen allein beim Check-in in Sydney an einem Tag bis zu 20.000 Dollar dafür zusammen.
Die aktuelle Aktion fand an den Flughäfen Sydney, Brisbane, Melbourne, Adelaide, Avalon, Gold Coast und Cairns statt. Der Zeitpunkt fiel in mehreren Landesteilen in die Schulferien. Zudem reisten wegen des Finales der Australian Football League viele Menschen nach Melbourne.
So lief der Arbeitskampf für die Passagiere ungewöhnlich störungsfrei: Die Beschäftigten arbeiteten weiter, während Jetstar auf Einnahmen aus Zusatzgebühren verzichten musste.
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