Deutschland: Pentagon lobt den Kurswechsel als „historischen Wandel“
„Historischer Wandel“: Pentagon lobt plötzlich Deutschlands Aufrüstung!
Spots „Historischer Wandel“: Pentagon lobt plötzlich Deutschlands Aufrüstung!

Berlin/Washington – Dieses Lob aus Washington hört man nicht alle Tage: Ausgerechnet das Pentagon stellt Deutschland vor dem US-Kongress als Vorbild für andere Nato-Staaten heraus! Jahrzehntelang galt Deutschland bei den Amerikanern als militärisches Sorgenkind. Zu wenig Geld für die Bundeswehr, zu wenig Tempo bei der Aufrüstung.
Jetzt würdigt das US‑Verteidigungsministerium Deutschlands steigende Verteidigungsausgaben ausdrücklich. Nato-Partner wie Deutschland hätten „glaubwürdige Schritte“ unternommen, um die beim Gipfel in Den Haag vereinbarten Ziele deutlich vor Ablauf der Frist 2035 zu erreichen. Das erklärte Pentagon-Unterstaatssekretär Elbridge Colby (46) gegenüber dem Streitkräfteausschuss des US-Senats.
Für Colby ist der deutsche Kurswechsel sogar von historischer Dimension. Bereits im August lobte er Deutschland im Nato-Hauptquartier als Modell für andere Verbündete. Was die Bundesrepublik innerhalb von 18 Monaten auf den Weg gebracht habe, sei eine „außergewöhnliche tektonische Verschiebung“ und ein „historischer Wandel“.
Die Nato hatte im vergangenen Jahr unter dem Eindruck von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und auf Drängen von US-Präsident Donald Trump (80) ein gewaltiges neues Ziel beschlossen: Künftig sollen die Mitgliedstaaten mindestens 3,5 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung direkt in Verteidigung stecken. Weitere 1,5 Prozent sollen für verteidigungsrelevante Bereiche wie Infrastruktur hinzukommen. Pentagon nennt Deutschland Musterbeispiel
Macht zusammen fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und Sicherheit. Spätestens 2035 soll es so weit sein. Deutschland will dieses Ziel schon 2029 erreichen. Und das kommt in Washington offenbar an.
Auch bei der Rüstungsproduktion nennt das Pentagon Deutschland als Musterbeispiel. Verteidigungsminister Boris Pistorius und sein US-Kollege Pete Hegseth hatten Mitte September eine Absichtserklärung für eine stärkere Zusammenarbeit unterzeichnet.
Seine Diagnose: Deutschland habe den Sprung von weitgehender Demilitarisierung hin zu schneller Wiederbewaffnung geschafft. Aus dem jahrelangen Sorgenkind der Nato soll jetzt ein Vorbild für die anderen Bündnispartner werden.
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