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Deutscher Hemden-König tot: Er führte das Unternehmen an die Spitze

Textilunternehmer führte Olymp an die Spitze: Deutscher Hemden-König tot

Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg) – Er gilt als deutscher Hemden-Pionier

Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg) – Er gilt als deutscher Hemden-Pionier und führte fast ein halbes Jahrhundert das Unternehmen. In der Nacht zu Dienstag starb der frühere Olymp-Chef Eberhard Bezner im Alter von 90 Jahren zu Hause im Kreis seiner Familie. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Der Hemden-Perfektionist wurde am 31. Dezember 1935 in

Der Hemden-Perfektionist wurde am 31. Dezember 1935 in Stuttgart als einziges Kind des Olymp-Gründers Eugen Bezner und dessen Frau Wilma geboren. 1953 stieg er nach einer Lehre in einem Ludwigsburger Textilgroßhandel als einfacher Mitarbeiter ein. Er reparierte Nähmaschinen, verpackte Hemden und schrieb Rechnungen. Dann der Schicksalsschlag: Als sein Vater Eugen Bezner im Januar 1960 überraschend starb, musste der damals gerade einmal 24-Jährige die Verantwortung für rund 70 Beschäftigte übernehmen. Der Todesfall erschüttert die ganze Branche. Er machte Olymp zum größten Hemdenhersteller

Aus dem kleinen Familienbetrieb in Baden-Württemberg wurde unter

Aus dem kleinen Familienbetrieb in Baden-Württemberg wurde unter seiner Führung Deutschlands größter Hemdenhersteller. Bis zuletzt blieb Eberhard Bezner Mitgesellschafter der Olymp Bezner KG. Sein Sohn Mark führt das Familienunternehmen heute in dritter Generation. 2025 machte das mittelständische Unternehmen (rund 800 Beschäftigte) nach eigenen Angaben einen Umsatz von 198 Millionen Euro. Wie das Unternehmen begann

Vater Eugen Bezner hatte Olymp 1951 in der

Vater Eugen Bezner hatte Olymp 1951 in der Waschküche seines Wohnhauses gegründet. Die ersten Hemden entstanden aus Militärstoffen und Fallschirmseide. Schon Ende der 1960er-Jahre begann Sohn Eberhard die Verlagerung der Produktion ins Ausland. Das sorgte immer wieder für Kritik. Aber die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zitierte den Verstorbenen im Dezember 2025 mit den Worten: „Wäre ich seinerzeit nicht ins Ausland gegangen, gäbe es das Unternehmen Olymp nicht mehr.“ Bis 2010 stand er an der Spitze, zuletzt gemeinsam mit seinem Sohn Mark. Das war der Anspruch des Hemden-Perfektionisten

Sein Anspruch: Hemden müssen etwas aushalten! „Ein gutes

Sein Anspruch: Hemden müssen etwas aushalten! „Ein gutes Hemd sollte knapp 50 Waschgänge verkraften“, lautete sein Leitsatz. Er galt als Qualitätsenthusiast. Bezner arbeitete ständig daran, die Hemden besser zu machen: bügelfrei, knitterarm, atmungsaktiv, langlebig und angenehm zu tragen.

Doch sein Wirken ging weit über Hemden hinaus

Doch sein Wirken ging weit über Hemden hinaus: Von 1968 bis 2004 saß er für die CDU im Gemeinderat seiner Heimatstadt und vertrat zeitweise den Oberbürgermeister. 2008 gründete er mit seinen Kindern Mark und Birgit die Olymp-Bezner-Stiftung.

2010 eröffnete er in Bietigheim-Bissingen das Hotel „Eberhards“

2010 eröffnete er in Bietigheim-Bissingen das Hotel „Eberhards“. Außerdem initiierte er „Jazz im Olymp“ und unterstützte über Jahrzehnte den Handball in der Stadt. 2013 wurde Bezner für sein Lebenswerk als „Doyen der deutschen Hemdenindustrie“ ausgezeichnet, erhielt zudem das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Olymp produziert heute in Indonesien, Vietnam, Bangladesch und

Olymp produziert heute in Indonesien, Vietnam, Bangladesch und China. Anfang 2026 sicherte sich das Unternehmen die Markenrechte des insolventen Konkurrenten Eterna.

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