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Das ist der Gipfel! Kein Schnee auf dem Matterhorn

Wärmster und trockenster Sommer seit 160 Jahren: Das ist der Gipfel! Kein Schnee auf dem Matterhorn

Zermatt (Schweiz) – Ein Webcam-Foto sorgt im Internet

Zermatt (Schweiz) – Ein Webcam-Foto sorgt im Internet für Aufsehen: Es zeigt das bekannte Matterhorn Ende September ohne Schnee. So braun, so karg, so anders. Das Matterhorn ist 4478 Meter hoch, steht in den Walliser Alpen und ist das Symbol der Alpen. Normalerweise ist es zu dieser Jahreszeit längst schneebedeckt – gerade im September. Der Sommer 2026 war extrem warm und trocken. Die Gletscher sind stark zurückgegangen, und frischer Schnee bleibt aus. Trockenster Sommer seit 160 Jahren

„Das Bild ist leider kein Fake, sondern das

„Das Bild ist leider kein Fake, sondern das Ergebnis eines extremen Jahres in den Alpen. Wir haben dort einen Sommer hinter uns, der alles in den Schatten stellt“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net gegenüber BILD. Laut dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie „MeteoSchweiz“ war es von April bis September über die ganze Schweiz gesehen so warm und so trocken wie noch nie in den vergangenen 160 Jahren. Und der Herbst bleibt genauso.

„Es ist sehr ungewöhnlich, dass wir Ende September

„Es ist sehr ungewöhnlich, dass wir Ende September auf über 4000 Metern in den Alpen keinen Schnee sehen“, so Prof. Dr. Jan Blöthe von der Uni Freiburg zu BILD. Und fügt hinzu: „Die Folgen für den Wasserhaushalt und damit die Gletscher sind dramatisch: Immer wärmere Sommer beschleunigen den Rückgang der Gletscher und das Auftauen des Permafrosts.“

Geograf und Alpenforscher Prof. em. Dr. Werner Bätzing

Geograf und Alpenforscher Prof. em. Dr. Werner Bätzing mahnt zur Besonnenheit: „Diese Situation ist weder normal noch eine Katastrophe. Aber sie ist Ausdruck der aktuellen Klimaerwärmung, die sich seit etwa 15 Jahren noch zusätzlich beschleunigt. Diese Klimaerwärmung ist mit häufigeren Naturkatastrophen als vorher verbunden – am Matterhorn konkret: mehr Steinschlag, sodass die Besteigung teilweise gefährlich wird und deshalb im Sommer zeitweise eingestellt wurde.“

Entscheidend für dieses Phänomen ist die Nullgradgrenze. Normalerweise

Entscheidend für dieses Phänomen ist die Nullgradgrenze. Normalerweise sinkt sie Ende September deutlich. In diesem Jahr lag sie jedoch über Wochen extrem hoch, zuletzt bei etwa 4300 Metern. Das Matterhorn ist 4478 Meter hoch. Damit war es selbst am Gipfel kaum kalt genug, damit Schnee liegen blieb. Wetterexperte Jung: „Was an Niederschlag kam, fiel oft als Regen oder taute gleich wieder weg. Dazu kommt die Form des Bergs: An den steilen Felswänden hält sich ohnehin nur wenig Schnee.“ Wann wird das Matterhorn wieder weiß?

Kurzfristig nicht. Ein kräftiger Hochdruckrücken über Südwesteuropa hält

Kurzfristig nicht. Ein kräftiger Hochdruckrücken über Südwesteuropa hält den Alpenraum weiter trocken und mild. „Die Schweizer Kollegen erwarten bis Anfang Oktober kaum nennenswerten Niederschlag. Benötigt würde eine ordentliche Kaltfront oder ein Nordstau mit feuchter Luft. Dann kann die Schneefallgrenze innerhalb eines Tages um 2000 Meter fallen, und das Matterhorn ist über Nacht wieder überzuckert“, so Meteorologe Jung. „Nach heutigem Stand rechne ich damit eher ab Mitte Oktober. Eine sichere Wintereindeckung gibt es wohl erst im Laufe des Novembers.“

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