Criss-Cross-Herzfehler: 3D-Herzmodell hilft bei seltener Herz-OP
Wyatt (4) ist vollständig geheilt: 3D-Druck rettet Jungen mit seltenem Herzfehler
Spots Wyatt (4) ist vollständig geheilt: 3D-Druck rettet Jungen mit seltenem Herzfehler

Ärzte druckten sein Herz in 3D nach und übten daran für die OP. Jetzt kann der Junge endlich wie ein normales Kind spielen
Für den kleinen Wyatt Keller (4) begann das Leben mit einem seltenen Herzfehler: Er kam mit einem sogenannten Criss-Cross-Herzen zur Welt. Dabei sind die Verbindungen zwischen den oberen und unteren Herzkammern verdreht, das Blut fließt auf ungewöhnlichen Wegen durch das Organ. Mithilfe eines 3D-Drucks seines Herzens konnten Ärzte ihm nun helfen.
Lange Zeit kamen Wyatt und seine Ärzte mit der Fehlbildung zurecht. Doch kurz vor seinem vierten Geburtstag bemerkten die Eltern, dass ihr Sohn immer weniger Energie hatte. Die Ärzte der Cleveland Clinic Children's in den USA schlugen Alarm: Wyatt brauchte eine komplizierte Herz-OP. Chirurg übte am 3D-Herzen
Das Besondere: Um den riskanten Eingriff bestmöglich vorzubereiten, druckten die Mediziner zunächst eine exakte 3D-Nachbildung von Wyatts Herzen aus. Herzchirurg Dr. Hani Najm konnte dadurch schon vor der Operation jedes Detail der einzigartigen Anatomie studieren. „Das 3D-gedruckte Modell war eine Nachbildung von Wyatts Herz, sodass ich schon vor Betreten des Operationssaals genau sehen konnte, wie ich die Reparatur durchführen wollte“, erklärte der Arzt der britischen Nachrichtenagentur SWNS.
Bei der Operation im Januar 2026 setzte Najm eine spezielle Technik ein, die er selbst entwickelt hatte. Dabei wurde der Blutfluss im Herzen so umgeleitet, dass beide Herzkammern wieder normal arbeiten können. Aus dem erschöpften Jungen wurde ein Energiebündel
Der Eingriff verlief erfolgreich. Heute darf Wyatt wieder alles machen, was Vierjährigen Spaß macht: Fahrrad fahren, Baseball spielen und mit seinen Brüdern toben. Seine Mutter Anna Keller sagt erleichtert: „Wyatt ist immer noch derselbe fröhliche kleine Junge wie früher, nur hat er jetzt die Energie eines typischen Vierjährigen.“
Kinderkardiologe Dr. Malek Yaman erklärt: Die seltene Fehlbildung kann manchmal bestehen, ohne größere Probleme zu verursachen. Häufig tritt sie aber gemeinsam mit anderen Herzfehlern auf. Dann können Symptome entstehen, die eine Operation notwendig machen.
Die gute Nachricht für Wyatt: Aktuell rechnen seine Ärzte nicht damit, dass weitere Eingriffe nötig werden. Für seine Familie ist das ein kleines Wunder. Vater Jonathon Keller sagt: „Es war ein Segen, dass wir das richtige Team und alle nötigen Möglichkeiten hatten, um Wyatt durch diese schwere Zeit zu bringen.“
Wyatt (4) ist vollständig geheilt: 3D-Druck rettet Jungen mit seltenem Herzfehler
