Auch ohne Preußen-Einsatz: Bolay schafft's in die Top-Elf
Auch ohne Preußen-Einsatz: Bolay schafft's in die Top-Elf
Spots Auch ohne Preußen-Einsatz: Bolay schafft's in die Top-Elf

Das ist schon krass! Er stand in der laufenden Saison noch keine Sekunde auf dem Rasen und hat trotzdem die Nase ligaweit vorn... Auch ohne Preußen-Einsatz. Bolay schafft's in die Top-Elf.
Die Experten vom Online-Portal transfermarkt.de stellen immer eine Mannschaft von Profis auf, die aktuell auf ihrer jeweiligen Position den höchsten Marktwert in der 3. Liga haben. Von den „Adlerträgern“ hat's nur einer in diese „Elite-Truppe“ geschafft: Luca Bolay (24). Münsters Linksverteidiger wird mit 500.000 Euro gelistet – Spitzenwert.
Durchaus denkbar, dass der laufstarke Schienenspieler künftig „noch ein paar Euro“ mehr draufpackt. Immerhin konnte er inzwischen seinen Innenbandanriss – zugezogen im Training während der Sommer-Vorbereitung – vollständig auskurieren. Nach zwei Test-Einsätzen bei der U23 in der Oberliga (über 46 und 61 Minuten) hat sich Bolay bei Chefcoach Thomas Wörle (44) wieder gesund gemeldet. Das Knie hält. Beim Trainingsstart am Montag nach gut einwöchiger Verschnaufpause konnte er problemlos das volle Programm abspulen.
Ärgerlich nur, dass die interne Konkurrenz für ihn bei den „Schwarz-Weiß-Grünen“ mittlerweile auf drei „Rivalen“ angewachsen ist. Neben „Youngster“ Niklas Varelmann (19), das Eigengewächs durfte bislang in fünf von sieben Partien ran, kann Wörle auch noch Charalambos „Babis“ Makridis (30) sowie Neuzugang Romario Rösch (27) über die linke Außenbahn schicken.
Doch Bolay will sich davon nicht bremsen lassen. Berater Murat Lokurlu (50) ist von seinem Schützling jedenfalls felsenfest überzeugt. Er versichert: „Wenn Luca fit war, hat er sich noch immer durchgesetzt. Er wird auch diesmal wieder seinen Weg machen.“
Zumal der gebürtige Leonberger nie seine positive Einstellung verliert. Zur Erinnerung: Als er im Sommer 2024 ablösefrei von Waldhof Mannheim an die Hammer Straße wechselte, fand er unter dem damaligen Trainer Sascha Hildmann (55) keinerlei Beachtung. Als einziges Kader-Mitglied blieb er in seiner ersten Preußen-Saison ohne jegliche Spielminute.
Doch Bolay ließ sich nicht entmutigen, lieferte weiter täglich im Training ab. Unter Hildmann-Nachfolger Alexander Ende (47) dann in der Spielzeit 2025/2026 die Belohnung. Stammplatz sicher, bis ihn zu Beginn der Zweitliga-Rückrunde hartnäckige Fersenprobleme stoppten.
Die Verantwortlichen machten trotzdem Nägel mit Köpfen, verlängerten vorzeitig mit Bolay bis 2028. Münsters Sportdirektor Jan Uphues (38) dazu: „Luca ist ein Spieler, der für die Dinge steht, die uns bei Preußen Münster wichtig sind. Er identifiziert sich total mit dem Club und der Gemeinschaft.“ Und weiter: „Er hatte sicher auch schwierige Momente, in denen der Erfolg seiner Arbeit nicht so sichtbar war. Doch er ist ein bescheidener Teamplayer und hat sich alles selbst hart erarbeitet.“ Seine Berücksichtigung im Top-Team der Marktwert-Besten ist dafür durchaus eine Bestätigung....
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