Arzt verrät, was dem Darm wirklich gut tut
Statt teurer Nahrungsergänzung: Arzt verrät, was dem Darm wirklich guttut
Spots Statt teurer Nahrungsergänzung: Arzt verrät, was dem Darm wirklich guttut

Wer seinem Darm etwas Gutes tun will, muss dafür nicht tief in die Nahrungsergänzungskiste greifen. Gastroenterologe und Autor Prof. Martin Storr verrät, welche Maßnahmen aus seiner Sicht den größten Unterschied für die Darmgesundheit machen. Diese Gewohnheiten helfen dem Darm
Laut Storr hilft: „Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, ein guter Umgang mit Stress sowie ein möglichst geringer Konsum von Nikotin und Alkohol.“ Vor allem Menschen, die viel sitzen, sollten auf ausreichend Bewegung achten. Das muss kein intensives Training sein. Schon moderate Aktivität kann die Darmmuskulatur stimulieren und den Nahrungstransport unterstützen. Alkohol und Nikotin können dagegen die Darmschleimhaut reizen und die Darmbarriere durchlässiger für unerwünschte Eindringlinge wie Krankheitserreger machen. Ballaststoffe als wichtigste Grundlage
Eine zentrale Rolle spielt die Ernährung. Storr betont, dass eine abwechslungsreiche, ballaststoffreiche Kost mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und anderen pflanzlichen Lebensmitteln enorm wichtig ist. Das unterstützt ein vielfältiges Mikrobiom und die Funktion der Darmbarriere.
Die im Darm lebenden Bakterien verwerten Ballaststoffe zu kurzkettigen Fettsäuren wie Butyrat. Diese dienen der Darmbarriere als Energiequelle. Ein chronischer Mangel an Butyrat wird mit Typ-2-Diabetes, Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag. Erwachsene in Deutschland erreichen im Schnitt jedoch nur 20 Gramm. Was bei Supplements bekannt ist
Von frei verkäuflichen Probiotika sollten Verbraucher laut Storr keine Wunder erwarten. Es gebe keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass diese die Darmschleimhaut gezielt reparieren könnten. Auch L-Glutamin sei kein „Wundermittel“, sondern allenfalls ein möglicher Baustein.
Etwas besser bewertet der Experte die Datenlage zu Präbiotika und Postbiotika. Dennoch können Nahrungsergänzungsmittel eine ballaststoffreiche Ernährung und einen gesunden Lebensstil nicht ersetzen. Wer Beschwerden hat, sollte ärztlichen Rat einholen.
Statt teurer Nahrungsergänzung: Arzt verrät, was dem Darm wirklich guttut
