Allen Mitarbeitern gekündigt: Insolvente Brauerei schließt für immer
Allen Mitarbeitern gekündigt: Insolvente Brauerei schließt für immer
Spots Allen Mitarbeitern gekündigt: Insolvente Brauerei schließt für immer

Braunschweig/Colbitz – Jetzt ist das Aus besiegelt! Die Traditionsbrauerei Wolters schließt ihren Produktionsstandort in Braunschweig zum 31. Dezember 2026. Für die rund 90 Mitarbeiter endet damit die Hoffnung auf eine Rettung.
Die regionale Großbrauerei wurde bereits 1627 gegründet und zählt zu den ältesten und größten Privatbrauereien in Niedersachsen. Doch die Bierkrise in Deutschland samt sinkendem Absatz sowie steigende Kosten für Energie und Produktion haben die Firma in die Knie gezwungen. Was nach der Insolvenz passierte
Bereits im Juni hatte die Hofbrauhaus Wolters GmbH Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Anschließend startete die Suche nach einem Investor für das Unternehmen. Ohne Erfolg. Und die Eigentümerin, die Volksbank BRAWO, hatte zuvor erklärt, keine weitere Kreditlinie für die Brauerei bereitstellen zu wollen. Grund: Die Bank befindet sich selbst in einem Restrukturierungsprozess.
Der Verfahrensbevollmächtigte Kimon Kantis von der Kanzlei Eckert sagt zu BILD: „Für den Wolters-Produktionsstandort konnte trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten schlussendlich keine tragfähige Lösung gefunden werden.“ Auch Geschäftsführer Nils Handke ist enttäuscht: „Mit der Schließung des Produktionsstandorts in Braunschweig geht eine Ära zu Ende. Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage war er jedoch leider unausweichlich.“
Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit stand auch die Tochtergesellschaft Colbitzer Heide-Brauerei GmbH unter vorläufiger Verwaltung. Der Traditionsbetrieb aus Sachsen-Anhalt gehört seit 2013 vollständig zu Wolters. Das Colbitzer Bier wird in Braunschweig abgefüllt. Doch auch für die Tochterfirma gibt es keine Zukunft. Den fünf Arbeitnehmern wird gekündigt. Das sagt der Insolvenzverwalter
Insolvenzverwalter Torsten Gutmann sagt zu BILD: „Ohne Investor ist eine langfristige Fortführung des Betriebs nicht möglich, da das Unternehmen Verluste erwirtschaftet.“ Auch die neun Mitarbeiter der Wolters Service GmbH verlieren ihre Jobs. Insgesamt betrifft das Aus des Standortes nach der Insolvenz also mehr als 100 Beschäftigte.
Um wenigstens den Namen der bekannten und beliebten Biermarke Wolters zu retten, laufen Gespräche mit Interessenten. Ebenso für das Colbitzer Bier. Torsten Gutmann: „Ob die Marke Colbitzer von einem Investor übernommen wird, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.“
Fest steht damit: Nach fast 400 Jahren endet die Bierproduktion in Braunschweig. Ob die Traditionsnamen überleben, ist vorerst noch offen.
Allen Mitarbeitern gekündigt: Insolvente Brauerei schließt für immer
